Die Gesundheit des Chihuahuas



Chihuahuas sind in der Regel relativ selten bis überhaupt nicht krank

Sollte es dennoch einmal der Fall sein, dann sind hier die häufigsten Erkrankungen kurz erläutert. Einige Erkrankungen sind auf sogenannte Erb- und Zuchtkrankheiten zurückzuführen. Leider gibt es immer noch sehr viele "Hundevermehrer" ,die sich kaum oder gar nicht um diese Probleme kümmern. Unter diesen unverantwortlichen "Abzock-Methoden" leiden im Endeffekt die Hunde ( und um ehrlich zu sein auch der Geldbeutel des neuen Halters). Wirklich KEIN Züchter kann seine Welpen mit der Garantie abgeben, dass der Hund sein Leben lang frei von diesbezüglichen Erkrankungen bleibt. Er kann jedoch das Risiko gegen Null minimieren, indem er eine strikte und korrekte Auswahl (bezüglich Gesundheit) seiner Zuchttiere trifft. Diese Auswahl ist meiner Meinung nach keineswegs allein die Aufgabe eines Hundevereins ,sondern die des verantwortungsbewussten Züchters, dem das Schicksal seiner Zöglinge nicht egal ist. Denn was bringt der schönste und typvollste Rassehund, der eine vielleicht optisch nicht sichtbare Erbkrankheit in sich trägt und auf seine Nachkommen vererbt!?!?! Wir wünschen uns für die Zukunft, dass ein Umdenken zugunsten der jeweiligen Rassehunde stattfindet ,um den jeweiligen Rassen begründete Vorurteile zu nehmen.

Schutzimpfungen

Der beste Schutz gegen so verheerende Infektionskrankheiten wie Staupe, Tollwut, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose sind die entsprechenden Schutzimpfungen. Mit 8 Wochen bekommt ein Welpe meißt seine erste Impfung. Eine zweite Impfung folgt 4 Wochen später. Eine Wiederholungsimpfung hat jedes Jahr stattzufinden. Wenn man ins Ausland reisen will, sollte man sich über die jeweiligen Einreisebestimmungen informieren.

Patella-Luxation

Die Patella (Kniescheibe) ,als knöcherne Einlagerung in einer Rille der Endsehne des Oberschenkelknochens, verbessert die Effizienz der Zugrichtung bei der Muskelkontraktion und schützt die Sehne .Die Luxatio patellae ist eine häufige Erkrankung beim Hund, die auf jeden Fall vererbt werden kann. Hierbei rutscht die Kniescheibe aus der ursprünglichen Lage heraus. Man unterscheidet die angeborene, kongenitale von der traumatisch bedingten PL. Sie kann habituell oder stationär (permanent) auftreten und in den meißten Fällen nach innen (medial) oder seltener nach außen (lateral) verschoben sein. Luxationen werden einseitig oder beidseitig gefunden, sind im geringen oder hohem Maße (Grad I-IV) ausgebildet und können mit hochgradigen Schmerzen und ausgeprägter Lahmheit einhergehen, aber auch symptomlos erscheinen. Gerade durch diese häufige Symptomlosigkeit besteht die Gefahr, daß mit diesen Hunden gezüchtet wird. Deshalb sollten alle Zuchttiere regelmäßig bezüglich dieser Problematik von einem (Tierarzt untersucht werden .Dies ist palpatorisch (mit der Hand zu fühlen) oder röntgenologisch zu untersuchen, wobei die palpatorische Untersuchung aussagesicherer ist und unbedingt vorzuziehen ist.

Herzfehler

Ein Herzfehler bei einem normalen Chihuahua ist relativ selten. Von diesem Problem sind häufig sehr kleine Exemplare (unter 1,5 kg) betroffen, bei denen das Herz für den kleinen Körper einfach zu groß ist. Oft sind auch Löcher in den Herzwänden festzustellen, sodaß der Bluttransport erschwert wird. Diese Hunde sind wenig belastbar und sind nach kurzen Spielphasen sehr erschöpft und müde. Der Tierarzt wird in so einem Fall Herztabletten verschreiben, um so für den Hund Erleichterung zu bringen. So können viele "Herzpatienten" ein normales Hundeleben führen. Herzfehler sind vererbbar, können aber auch spontan auftreten. Züchterisch kann das Problem gelöst werden, indem die gezielte "Mini-zucht" (gezielt Chihuahuas unter 1500 gramm züchten) eingestellt wird. Wobei hier zu sagen ist, daß viele Minis topfit und gesund sind .Ebenso kann Übergewicht Auslöser für einen Herzfehler sein. Deshalb ist darauf zu achten, daß ein Chihuahua niemals "mopsig" wird.

Gebissfehlstellungen

Hin und wieder kommen Gebissfehlstellungen wie Vor-, Zangen- oder Rückbiss vor. Ein Zangengebiss ist erlaubt und stellt für den Hund keine Beeinträchtigung dar. Leichte Vor- oder Rückbisse verursachen meißt auch keine Probleme. Man sollte nur öfter die Zähnchen kontrollieren, da diese Tiere, aufgrund schlechterer Abnutzung, anfälliger für Zahnstein sind. Hunde mit Vor- oder Rückbiss sind nicht für die Zucht geeignet, da sich dieses Problem weiter vererben kann.